Mixing-Tipp: Alternatives Routing zum Abhören von Kanälen

Dienstag, 22. März 2016

Alternative zum Abhören der Effektkanäle

FX-Routing mal anders

Ihr kennt sicherlich die Funktion "Solo Safe" oder auch "Solo ablehnen", welche heutzutage alle gängigen Sequenzer an Bord haben?
Diese Funktion ist ja dafür gedacht, einzelne Kanäle abzuhören. Meist wird Solo Safe über eine Tastenkombi auf den Solo-Button der betreffenden Spur ausgeführt. 
Ich habe früher diese Funktion sehr oft genutzt, schliesslich möchte man einzelne Spuren auch mal ohne Effekte oder aber auch nur mal die Effektkanäle Solo abhören. Je nach Programmeinstellung meines Sequenzers wurden dann aber auf einmal auch die Spuren über den Effektkanal geschickt, obwohl diese auf Solo standen usw. Das empfand ich stellenweise als recht nervig.
Irgendwann habe ich dann mal einen Tipp über ein Routing gelesen, welches ich für sehr flexibel halte und mit jedem Sequenzer möglich ist.
Ich nutze zwar hauptsächlich Cubase, aber das Routing funktioniert auch mit allen anderen Sequenzern.
Die vorgestellte Methode in diesem Tutorial würde ich nicht als Heiligen Gral bezeichnen, sondern betone, dass es als Alternative gedacht ist. Jedes Routing hat so seine Vor- und Nachteile und man sollte von Projekt zu Projekt entscheiden, was "nötig" ist und was nicht.

Okay, genug gequatscht, aber eine Sache wollte ich noch kurz erwähnen.
Dieses Tutorial liegt in schriftlicher Form mit Bildern vor. Es gibt also kein Video, da ich finde, dass man sich manche Sachen besser merken kann, wenn man es liest. Bei Videos habe ich oft das Gefühl, dass Jemand eine halbe Stunde einen Vortrag hält und ich nach der halben Stunde schon wieder vergessen habe, was der Tutor mir am Anfang erzählt hat. Oder etwas Interessantes war bei Minute 15 rum und ich spule hin und her. Vielleicht geht es aber auch nur mir so...
  
So, jetzt kommen wir aber zu Schritt 1...

1) Als erstes legt ihr zwei Gruppenspuren an.
    Über die eine Gruppenspur werden später die "trockenen" Einzelspuren      geschickt. Diese Gruppenspur nenne ich Dry.
Schritt 1 Gruppenspur Wet DryÜber die andere Gruppenspuren laufen später alle Effektkanäle. Diese Gruppenspur benenne ich in meinem Fall mit Wet.
Wichtig hierbei ist, dass ihr ab jetzt alle trockenen Signale auf den Dry-Bus und die Effekt-Kanäle auf den Wet-Bus routet. Wenn ihr darauf achtet kann eigentlich nichts mehr schief gehen.


2) Schritt Zwei ist eigentlich selbsterklärend und zeigt das Routing. Ich habe euch ja auch schon genug zugetextet, oder?
Alternatives Routing für Solo Safe

           
Kanäle muten oder solo schalten Lautstäke regeln 3) Fertich.
Nun könnt ihr beide Kanäle getrennt Muten und Solo schalten und somit entweder den Wet- oder Dry-Kanal solo abhören.
In die Gruppenkanäle könnt ihr nun auch noch einen EQ oder Compressor insertieren oder ihr gebt dem Song insgesamt etwas mehr Effektanteil oder halt weniger. 

Wie schon weiter oben geschrieben, ist diese Variante als Alternative gedacht
Testet es am Besten mal aus und entscheidet selbst, ob diese Methode etwas für euch ist und wo ihr Vor- und Nachteile entdeckt.

  
 
     



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